„WARUM“ – Eine KirchenPoPoper von Stephan Bruckmeier und Gilbert Handler im Wienerwald Dom Eichgraben
Archaische Sakralmusik trifft auf experimentelle Elektronik, Pop-Elemente auf historische Klangwelten. Gambe, Klarinette, Akkordeon, Glasorgel und Portativ begegnen zwei Solostimmen, Chor und einem elektronischen Lautsprecherorchester.
Die Kirchenoper erfindet einen Dialog zwischen Gott und Jesus bevor dieser als Menschenkind auf die Erde gehen soll. Sie beschreibt die Veränderung der Allmacht zu konkreten Figuren, die sich Gedanken machen über die Zukunft des Menschen. Eltern gleich, die mit dem Wissen um die Geburt Ihres Kindes auch ihr Verhalten und ihre Beziehung zum Leben verändern, werden die Ewigkeit und das allgegenwärtig Göttliche durch den Menschen konkret und erden sich. Die Ewigkeit übernimmt Verantwortung, weil sie erkannt und benannt wird.
Jesus bezweifelt allerdings die Sinnhaftigkeit seiner Menschwerdung, denn er sieht die vielen Probleme und Unzulänglichkeiten des Menschen, für die er dann möglicherweise sogar Pate stehen würde. Kriege und Morde in seinem Namen, das will er nicht unterstützen.
Aber Gott kann ihn in diesem dialogischen „Vater – Sohn – Konflikt“ überzeugen …